„Exen“ auf Facebook

„Was mich bewegt“ heißt eine Rubrik im Stern. Am 20.2. durfte ich sie füllen. „Mein Sohn hat vielleicht vergessen was es mit sich bringt, dass er mit mir auf Facebook befreundet ist. Ich kann Einiges von dem sehen, was er seinen Freunden so alles schickt. Meist interessiert es mich nicht. Doch am Wochenende postete er ein Video, auf dem er einen halben Liter Bier „ext“. Er sitzt, leicht verdruckst, auf einem schmuddeligen Sofa im Jugendraum, dankt, trinkt in einem Zug und „nominiert“ drei Freunde

So funktioniert das Spiel nämlich: Jugendliche „nominieren“ einander, ein Bier zu trinken, und filmen sich dabei. „Social beer game“, „Biernominierung“ und „Neknominate“ breiten sich auf Facebook schneller aus als ein Grippevirus. Weiterlesen

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Reportage in Enorm erschienen

Schwierige Rezeptur

Der Völkermord in Ruanda 1994 hat Abertausende Kinder zu Waisen gemacht. Nun sind sie erwachsen. Mit einer eigenen Kooperative und Hilfe einer Organisation wollen sie den Start ins Arbeitsleben schaffen. Ein langer Weg voller Probleme – und kleiner Erfolge.

Dieudonné Nzeyimana sitzt auf dem Sozius eines Motorradtaxis und tuckert durch das morgendliche Kigali. Es ist kühl und staubig. Auf einem der Hügel von Ruandas Hauptstadt stoppt der Fahrer vor der Apotheke „New Hope“. Dieudonné zieht den Helm vom Kopf. In der Apotheke streift er sich einen weißen Kittel über, rückt die Brille zurecht, streicht sich durch sein Bärtchen. Bereit, bis abends um zehn Uhr zu arbeiten. Der 28-jährige schlaksige Pharmazeut ist fleißig und ehrgeizig, deshalb hat er den Job bekommen. Weiterlesen