Der Staatsanwalt und die Rebellenführer

Die Situation ist grotesk. In einem Gerichtssaal in Stuttgart sitzen sechs Richter, zwei Staatsanwälte, vier Verteidiger und zwei Angeklagte. Der Zeuge sitzt in Kigali, Ruanda, im Herzen Afrikas. Theogewe N., ein schmächtige Mann, war Funker der Rebellenarmee FDLR, die im Grenzland zwischen Ruanda und dem Kongo marodierte. Ein einfacher Soldat, durch dessen Hand jedoch Befehle von höchster Ebene gingen. Jetzt sagt er gegen die Befehlshaber von damals aus: Ignace Murwanashyaka und Straton Musoni. Die Bundesanwaltschaft klagt sie wegen Kriegsverbrechen an.Ruanda Schädel

Für die Stuttgarter und Badische Zeitung habe ich eine Zwischenbilanz nach mehr als 200 Prozesstagen geschrieben. Der Text wurde vom Journalismusportal reportagen.fm zu den drei lesenswertesten Geschichten der Woche gekürt. Weiterlesen

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Was macht eigentlich? Pfarrer Mignon

Pfarrer Alfred Mignon weiß sicherlich, dass ihn manche Leute für einen komischen Kauz halten. Weltfremd, irgendwie sonderbar beseelt, entrückt. Dazu ein Märchenonkel mit Rauschebart. Was soll man von einem Mann halten, der 125.000 Euro gewinnt – und verschenkt. Fröhlich jauchzend gewissermaßen.

Dort nämlich, bei Jauch, hat Mignon 2011 das Geld erspielt. Er handle jedoch lediglich als „Geldbote“, sagt der Gottesmann. Er sei nämlich mit dem einzigen Ziel bei „Wer wird Millionär“ angetreten, Geld für einen überschuldeten Freund zu ergattern.Mignon2Im aktuellen Stern (2/2014) beantwortet Alfred Mignon meine Fragen, was er denn eigentlich mache. Weiterlesen

Auf den Straßen von Detroit

„Our journey is not complete until all our children, from the streets of Detroit (…), know that they are cared for, and cherished, and always safe from harm“, sagte US-Präsident Obama, als er seinen Amtseid schwor. Detroit als Ort, an dem Kinder nicht sorgenfrei aufwachsen.

Detroit gilt als eine der gefährlichsten Städte der USA. Hunderttausende sind weggezogen, ganze Wohnviertel verfallen. Doch es gibt sie, die Detroiter, die The D lieben. Und Besserung sehen. Wie Rodney, der Securitymann. Wie Christopher, der Landschaftsgärtner, weil er seinen Job verlor. Wie Joe, der Besucher durchs Ford-Museum führt. Und wie Kimberlia, die einst aus Kanada herzog, und die Stadt nicht verlassen will.IMG_4203

Die vier erzählen am Rande der Detroit Auto Show von ihrem Leben in der Stadt. Weiterlesen

People auf der IFA

Die neuesten Smartphones, die größten und schärfsten Fernseher, smarte Küchengeräte, das alles gibt es auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin zu sehen. Vier Tage war ich dort, allerdings habe ich mich nur am Rande mit den Weltneuheiten und Prahlereien beschäftigt.

Für den Blog techfieber habe ich zusammen mit Fotograf Eric Vazzoler  an einer People-Serie gearbeitet. Wir haben rund zwanzig Kurzinterviews mit Menschen geführt, die eine Messe ausmachen: Hostessen, Experten, Besucher.

Die People-Stücke sind hier online zu finden:

Zum Abschluss der IFA waren wir doch noch auf einer Weltpremiere. Der angeschlagene Riese Nokia hat sein neues Smartphone präsentiert. Hip in einer Berliner Hinterhof-Location. New York is calling, hieß es dann. Weiterlesen

Alles auf Abflug

Im Magazin „Impulse“ ist meine Geschichte über den Unternehmer Markus Kopf erschienen. Kopf ist Eigentümer eines Provinz-Flughafens. Als die Austrian Airlines eine von vier Verbindungen pro Tag nach Wien streicht, gründet Kopf seine eigene Linie. Die People´s Viennaline soll den großen Konkurrenten in die Knie zwingen.

„Stimmt, sein Flughafen ist nicht groß. Aber dass Austrian Airlines dort jetzt seltener landet, will Markus Kopf nicht kampflos hinnehmen“, so beginnt der Text in „Impuse“.

Die Reportage ist jetzt auch online.