Kanada: Québecs Sprachpolizei kämpft gegen Pasta

Im Auge des Sturms: Québecs Sprachpolizei führt einen verlustreichen Kampf für die französische Sprache in der kanadischen Provinz. Verlustreich, weil sie jetzt im Zentrum gleich zweier Affären steht: Pastagate und Caffègate.Lennoxville Stopschild

Zunächst griffen Beamte des „Office québécois de la langue française“ das Restaurant „Buonanotte“ an. Dort steht „Pasta“ auf der Speisekarte. Das müsse in „Pâtes“ umgewandelt werden. Pastagate! Weiterlesen

Die Havarie der Costa Concordia

Als das Kreuzfahrtschiff „Costa Concordia“ am 13. Januar 2012 kenterte, glaubte Ute Kaufmann*, sie müsse sterben. Sie schickte ihrer Schwester eine letzte SMS: „Haben SOS. Sag den Kindern, ich habe sie lieb.“ Dann sprang sie mit ihrem Lebensgefährten ins Wasser. Die beiden wussten nicht, dass rettendes Land so nah war und schwammen um ihr Leben. 32 Menschen ertranken bei der Katastrophe vor der Küste Italiens.Costa Concordia 2

Mein Kollege Kuno Kruse hat im Stern eine Chronologie veröffentlicht, für die ich die Erlebnisse von fünf Überlebenden recherchiert habe. Ute Kaufmanns Schicksal wird in der Reportage nicht beschrieben, deshalb können Sie hier das Protokoll der Frau lesen, die bereits mit dem Leben abgeschlossen hatte. Weiterlesen

Lebensretter, weil er nicht auf Warnungen hörte

Bei einem Feuer sind in Titisee-Neustadt 14 Männer und Frauen ums Leben gekommen. Sie sind gestorben, als es in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung brannte. Die Todesopfer hatten keine Überlebenschance. Sie erstickten im Rauchgas. Nur wenige Atemzüge genügen, und Kohlenmonoxid führt zu Bewußtlosigkeit, dann zum Tod. Doch aus dem Raum, in dem sie starben, konnten sich drei Menschen durch ein Fenster retten. Die Betreuerin, die in den Flammen umkam, hatte sich bereits in Sicherheit gebracht, lief jedoch zurück.

Während der Recherche sind meine Kollegin Ingrid Eißele und ich auf Nicolas K. gestoßen, der zum Lebensretter wurde. Er hat nicht auf die Warnung seiner Schwiegermutter gehört: „Geh da nicht hin!“ Er hat geholfen. „Ich konnte nicht anders.“ Weiterlesen

„Weg mit dem Speck!“

So, freilich wenig originell, heißt die Titelgeschichte des aktuellen Stern. „Warum jeder vierte Deutsche krankhaft dick ist – und was man selbst gegen Übergewicht tun kann“, lautet die Unterzeile. Siehe da, Schuld am Dicksein sind Erziehung, Darmflora und die lieben, bösen Gene. 35 an der Zahl.

Für den Bericht habe ich mit Sylvia Kasten, 48, gesprochen. Sie wog 120 Kilo, jetzt sind es 70. Ihr Geheimnis: Eine Magenbypass-Operation.

Die Reportage ist in Stern 45/2012 ab Seite 70 erschienen.

Was Ärzte wirklich verdienen

„Und warum viele unzufrieden sind.“ Dieser Frage widmet sich der STERN in seiner Ausgabe 41 vom 4.10.

Dr. Ulrich Schmidt-Riese ist einer von ihnen. Sein Einkommen kann sich sehen lassen. Er verdient 12.500 Euro brutto im Monat, damit kommt der Mann hin. Das sagt er auch. Allerdings arbeite er für zwei. 80 Stunden sind es in der Woche. Das ärgert ihn. Doch Schmidt-Riese liebt seinen Beruf als Kinderarzt. „Wenn ein Kind gesund wird, ist das toll“, sagt er. Kinderarzt ist er geworden, weil er „am Anfang des Lebens arbeiten möchte und nicht am Ende“.

Schmidt-Riese ist einer von zehn Medizinern, die mit dem STERN über ihr Einkommen und ihre Zufriedenheit im Job gesprochen haben. Die Interviews mit einem Radiologen und einem Urologen wurden aus Platzgründen leider nicht veröffentlicht.

Mondial de l’automobile Paris

Zwei Tage lang war ich in Paris auf der Automesse Mondial de l’automobile. Zur Probe bin ich in Autos von Ferrari, Jaguar, Mercedes AMG, Porsche, Bentley, Rolls Royce gesessen. Ich habe zugehört, wie Daimler-Chef Zetsche seine Arbeit gepriesen hat, habe mir Weltneuheiten und Conzeptcars angeschaut und mich gefragt, warum manche Autos das Energiesiegel G tragen. Zum Vergleich: Kühlschränke, die schlechter als A++ sind, sollte man nicht kaufen.

All das habe ich als Journalist getan, der sein zehn Jahre altes Auto ausschließlich dazu benutzt, um von A nach B zu kommen. Veröffentlicht wurden die Texte bei techfieber.de/motor.

In Paris sind auch einige Fotos entstanden, die ebenfalls im Blog zu sehen sind.

Die Rente ist sicher?

„Die Rente ist sicher“, wiederholte einst Norbert Blüm (CDU) gebetsmühlenartig. Der musste es ja wissen, war er doch Sozialminister unter Kanzler Helmut Kohl (CDU). Schon damals waren Zweifel angebracht. Heute ist klar, dass die gesetzliche Rente zwar sicher ist, allerdings sicher zu wenig. Was tun?

„Mehr Geld im Alter“ titelt der STERN in seiner aktuellen Ausgabe. „Rente und private Vorsorge: die richtigen Strategien für 30- bis 60-Jährige“. An elf Beispielen dekliniert das Heft „Versorgungslücken“ durch, unter anderem für Pia Gruschwitz, die ich interviewt habe. Kernaussage der Titelgeschichte: Früher an später denken.

Aktualisierung:

Der Artikel wurde im September 2013 mit dem Medienpreis der AachenMünchener ausgezeichnet.

Die mörderische Tat von Karlsruhe

Am 4. Juli erschoss Bernard K. vier Menschen und sich selbst. Gerichtsvollzieher und Schlüsseldienst waren gekommen, um K. aus der Wohnung zu holen. Zwangsräumung. Vor dem Haus warteten bereits die Möbelpacker. Auch der neue Eigentümer der Wohnung, der sie bei der Zwangsversteigerung gekauft hatte, kam hinzu. K. nahm Gerichtsvollzieher, Schlosser und Neueigentümer als Geiseln und tötete sie. Auch seine Lebensgefährtin, der die Wohnung gehörte, brachte er um. Dann steckte er die Wohnung im Karlsruher Kanalweg in Brand. Ein SEK stürmte und fand die Leichen.

Blumen und Kerzen vor dem Haus, in dem fünf Menschen starben

Als gesichert gilt inzwischen, dass K. spielsüchtig war. Viel Geld soll er beim Glücksspiel an Automaten verloren haben. „Ich bin spielsüchtig“, hat er zum Wirt einer Kneipe gesagt, in der er häufig verkehrt ist. Als einziges Medium haben wir im STERN über die Sucht berichtet. Ob die Spielsucht Hintergrund für die Mord ist, wird für immer Spekulation bleiben.

Der Artikel „Höllisches Ende“ ist im STERN, 29/2012 erschienen.

Ein Artikel, der die Spielsucht ausführlicher thematisiert, wurde auf stern.de veröffentlicht.

Das Stromnetz in die eigenen Hände genommen

Ein kleiner Schritt zur Energiewende: Die Stadt Titisee-Neustadt hat ihr Stromnetz zurückgekauft. 20 Jahre lang war es von der EnBW betrieben worden. Der Clou in der Schwarzwald-Gemeinde: Bürger beteiligen sich über eine Genossenschaft.

Der Artikel ist im GUT-Magazin der Sparkassen erschienen und hier zu finden.

Alles auf Abflug

Im Magazin „Impulse“ ist meine Geschichte über den Unternehmer Markus Kopf erschienen. Kopf ist Eigentümer eines Provinz-Flughafens. Als die Austrian Airlines eine von vier Verbindungen pro Tag nach Wien streicht, gründet Kopf seine eigene Linie. Die People´s Viennaline soll den großen Konkurrenten in die Knie zwingen.

„Stimmt, sein Flughafen ist nicht groß. Aber dass Austrian Airlines dort jetzt seltener landet, will Markus Kopf nicht kampflos hinnehmen“, so beginnt der Text in „Impuse“.

Die Reportage ist jetzt auch online.