„Heartbroken Nation“ – Bruins vermöbeln Maple Leafs

Hier sollte von einem Frühlingsmärchen erzählt werden. Fotos sollten vor Freude taumelnde Menschen zeigen. Die Toronto Maple Leafs sollten die Bruins aus Boston vermöbelt haben. Der Underdog den Champion. „Go, Leafs, go!“
Heartbrocken Nation

4:1 haben die Leafs geführt. Uneinholbar, so schien es – bis elfeinhalb Minuten vor Abpfiff. Sie haben’s versiebt. Weiterlesen

Kanada: Ahornsirup-Ernte ist eingefahren

Der Winter ist vorüber, es herrscht kein Nachtfrost mehr – die Ahornbäume brauchen jetzt Saft und Kraft, um zu knospen. Die Ernte für Ahornsirup ist somit eingefahren.

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Ich habe nicht gezählt, wie oft ich den süßen Saft probiert habe, pur wie er aus dem Baum tropfte. Wie oft ich mit einer Tasse aus der Pfanne geschlotzt habe, in der der Saft zu Sirup einkochte. Und wie oft ich „Oh my god! Is that good“ geseufzt habe, wenn ich abends probieren durfte, wie der Sirup des Tages schmeckt. Weiterlesen

Schlaflos in Albany

Der Weg war nicht einfach, doch ich habe ihn gefunden. Den Weg mit dem Bus von New York nach Montreal. Im Grund ist das ja auch eine simple Sache. Einsteigen. Der Busfahrer kennt den Weg. Die Hürde ist diese: Wo ist der Bus? Und warum muss ich mitten in der nacht in Albany aussteigen? Die Abenteuer eines Busreisenden auf techfieber.de.IMG_2275

Vor die Rückfahrt hat der Herr zum Glück die Hinfahrt und vor allem den Aufethalt gestellt. Fünf Tage New York, von Nachtbus zu Nachtbus. Anlass der Reise war die Auto Show, eine Parade aus Pickups, Porsches und Pokalen, jene für das weltbeste Kraftfahrzeug. Angeblich ein Golf.

Doch ein Narr, wer nur aufs Blech schauen würde. New York ist keine Autostadt. Fotos aus New York finden Sie hier.

Kanada: Fast wären wir Papst

Weltberühmte Kanadier? Celine Dion und Bryan Adams, je nach Musikgeschmack sind die beiden vorzeigbar. Mit Justin Bieber ist das bereits schwieriger. Es gibt nicht zwischen verachten oder vergöttern. Doch zumindest vorübergend hatte ein alter Mann eine größere Internetgemeinde hinter sich als Bieber. Marc Ouellet. Fast wäre er Papst geworden.

03:19 Papssammelgeschichte

432 Einwohner hat das Dorf La Motte in Québec, aus dem Ouellet stammt. Alle Augen – zumindest alle kanadischen Augen – waren auf den Weiler gerichtet, als der neue Pontifex gewählt wurde. In Ort wurde sogar ein Schneemann im Kardinalsgewand gebaut. Seit es „Habemus papam“ hieß und Kanada weiter papstlos blieb, schmilzt er unbeachtet dahin. Weiterlesen

Kanada: Québecs Sprachpolizei kämpft gegen Pasta

Im Auge des Sturms: Québecs Sprachpolizei führt einen verlustreichen Kampf für die französische Sprache in der kanadischen Provinz. Verlustreich, weil sie jetzt im Zentrum gleich zweier Affären steht: Pastagate und Caffègate.Lennoxville Stopschild

Zunächst griffen Beamte des „Office québécois de la langue française“ das Restaurant „Buonanotte“ an. Dort steht „Pasta“ auf der Speisekarte. Das müsse in „Pâtes“ umgewandelt werden. Pastagate! Weiterlesen

Auf nach Kanada!

Unendliche Wälder, tausende Seen, Berge, zwei Ozeane, die Arktis, (die USA als Nachbar) – Kanada ist ein Land der Extreme, für Viele ein Sehnsuchtsort. In Kanada sind Medikamente billig und Therapeuten günstig, ist die Gesellschaft geprägt von Einwanderern und First Nations, sind die Menschen so freundlich, dass sich flüchtende Bankräuber entschuldigen, wenn sie Passanten anrempeln.

Kanada ist das Land des Ahornsirups – und der Ölsande. Das Land der grünen Wälder – und der Energieverschwendung. Das Land von Multikultur – und ausgegrenzter First Nations und Inuit. Kanada ist ein faszinierendes Land, aus dem ich für ein halbes Jahr berichten werde.Montreal Mänchen am Fenster

Ich werde zu den Karibu-Herden Labradors reisen, die in beängstigem Tempo schwinden.  Mohawk-Indianer will ich begleiten, die in New York als Skywalker legendär sind und in Reservaten an der us-kanadischen Grenze leben. Weiterlesen

Auf den Straßen von Detroit

„Our journey is not complete until all our children, from the streets of Detroit (…), know that they are cared for, and cherished, and always safe from harm“, sagte US-Präsident Obama, als er seinen Amtseid schwor. Detroit als Ort, an dem Kinder nicht sorgenfrei aufwachsen.

Detroit gilt als eine der gefährlichsten Städte der USA. Hunderttausende sind weggezogen, ganze Wohnviertel verfallen. Doch es gibt sie, die Detroiter, die The D lieben. Und Besserung sehen. Wie Rodney, der Securitymann. Wie Christopher, der Landschaftsgärtner, weil er seinen Job verlor. Wie Joe, der Besucher durchs Ford-Museum führt. Und wie Kimberlia, die einst aus Kanada herzog, und die Stadt nicht verlassen will.IMG_4203

Die vier erzählen am Rande der Detroit Auto Show von ihrem Leben in der Stadt. Weiterlesen

Las Vegas, die Schöne, ein Drache und Lemmy

Was für eine Metzgerei. Körper werden zerfetzt, Monster zerreißen ihre Gesichter, Blut spritzt in Mengen. Splatter pur. Es bleibt keine Netzhaut trocken. Blut, Blut, Geifer und Ekel. Und mittendrin hockt der SnapDragon, der neueste Chip von Qualcomm (oder besser Qual Komm!) und macht auf liebes Ungeheuer, das statt Feuer Herzchen ins Smartphones bläst.LAS Vegas CES Frai im Spiegel schräg

Firmenchef Paul Jacobs hat eigens Regisseur Guillermo del Toro zur US-Messe für Unterhaltungselektronik CES nach Las Vegas eingeladen, ein ausgewiesener Spezialist für’s Actionkino. Der jubelt über die Leinwandqualität, die der Chip auf heimische Bildschirme zaubert, und belegt das mit oben beschriebener Szene aus „Pacific Rim“. Jaja, die Zukunft gehöre Ultra-HD. Eine nicht minder gute Show bietet der Qual-Drache beim neuesten Star Trek namens „Into darkness“. (Fotos von der CES finden Sie hier.) Weiterlesen

Schon GEZahlt! Und warum?

Die GEZ hat 71,88 Euro von meinem Konto abgebucht. Heute, am 2. Januar. Warum genau diesen Betrag, weiß ich nicht. Die Gebühreneinzugszentrale hat mir keinen Brief geschickt, der ihn erläutern würde. Wahrscheinlich geht die Behörde davon aus, ich sei durch Radio und Fernsehen darüber im Bilde, dass ab sofort jeder Haushalt bezahlen muss. „Einfach. Für alle“GEZ Tagesschau hoch

71,88 Euro muss ich, so lese ich auf meinem Kontoauszug, für Januar bis Juni 2013 bezahlen. Das sind 11,98 im Monat. Warum dieser Betrag? Eine Bekannte muss 107,88 Euro bezahlen. Das sind 17,98 Euro im Monat. Warum dieser Betrag? Von der Summe hatte ich tatsächlich gehört. Weiterlesen

Die Havarie der Costa Concordia

Als das Kreuzfahrtschiff „Costa Concordia“ am 13. Januar 2012 kenterte, glaubte Ute Kaufmann*, sie müsse sterben. Sie schickte ihrer Schwester eine letzte SMS: „Haben SOS. Sag den Kindern, ich habe sie lieb.“ Dann sprang sie mit ihrem Lebensgefährten ins Wasser. Die beiden wussten nicht, dass rettendes Land so nah war und schwammen um ihr Leben. 32 Menschen ertranken bei der Katastrophe vor der Küste Italiens.Costa Concordia 2

Mein Kollege Kuno Kruse hat im Stern eine Chronologie veröffentlicht, für die ich die Erlebnisse von fünf Überlebenden recherchiert habe. Ute Kaufmanns Schicksal wird in der Reportage nicht beschrieben, deshalb können Sie hier das Protokoll der Frau lesen, die bereits mit dem Leben abgeschlossen hatte. Weiterlesen