Fahrspaß trotz Stecker?

Es gibt Autobauer, die lassen es so richtig krachen. Bughatti ist so ein Kandidat. 1200 PS wurden in den Veyron gepackt und das Ding geht ab: Null auf Hundert in 2,6 Sekunden, null auf Dreihundert in 16. Topspeed: 410.  Bughatti laviert nicht. Bughatti sucht nach keinem Öko-Männtelchen. Bughatti steht für Exzess – und will es auch.DSC_9891

Aston Martin macht es genauso, nur ein weniger dezenter. 517  PS genügen beim CC100 für 306 Km/ha. Auch hier bürgt der Name für Sprit verschlingende Raserei. Weiterlesen

Salgados romantische Genesis

Sebastiao Salgado ist einer der bedeutendsten Fotojournalisten und hat sich vorwiegend sozialen Themen gewidmet. Er berichtete über Goldsucher in Amazonien, über die Bewegung der Landlosen in Brasilien, über die Gräuel von Ruanda.DSC_9346

Seit einigen Jahren fotografiert Salgado Tiere, Landschaften und Indianer. Entstanden sind wunderbare Schwarzweißfotos, die betören. Weiterlesen

Ai Weiwei auf Besuch in Toronto

Ai Weiwei ist doch der, der eine Ming-Vase fallen ließ? Das ist schon richtig. Und der eingesperrt wurde, weil er angeblich Steuern nicht bezahlt hat? Der sich selbst fotografiert hat, nachdem Polizisten ihn verprügelt hatten? Alles richtig.DSC_9240

Doch Ai Weiwei ist in meinen Augen vor allem der, der bedrückend und eindrücklich an die mehr als 5.000 Kinder erinnert, die beim Erdbeben 2008 in China starben, weil schlecht gebaute Schulgebäude einstürzten. Weiterlesen

Bauboom in der Höhe: Brüder, zur Sonne

Toronto strebt nach Höherem. Die Stadt will hoch hinaus. Jeder, der kann, reckt sich gen Himmel. Nirgends in Nordamerika drehen sich mehr Baukräne als hier, sagt ein Reiseführer. Freilich sind diese nicht die zuverlässigste Informationsquelle, wir nehmen die Tatsache leichter Hand als Fakt und legen die Köpfe in den Nacken. DSC_7952

Wohnturm um Wohnturm wächst in Toronto empor. Bevorzug freilich dort, wo der See nicht weit ist und der Blick vordergründig unverbaubar ist. Stahl, Glas, Beton und Beton, Glas und Stahl. Weiterlesen

Melancholie auf Torontos Islands

Die Torontonians lieben ihre Islands. Mugg’s und Algonquin, South und Forestry, Ward’s und Centre Island, Snake und Olympic, sie alle werden geherzt. Tausende Stadtmenschen schaukeln an warmen Sommertagen auf Fähren hinüber. Kinder fahren in „Centreville“ Karussell, Freizügige lassen hinterm Gibraltar Point die Hüllen fallen, weil dort der Badeanzug nur „optional“ zu tragen ist.Toronto Islands Lifeguard

Doch bei all der bunten Sommerfrische bergen die Inseln Melancholie. Zumindest kann man sie einfangen, beobachtet man gelangweilte Lifeguards, die dem Feierabend um 6.30 pm entgegenfiebern. Weiterlesen

Kanada, Land des Südens

Eine Feststellung: Kanada ist ein Land des Nordens! Des Nordens? Denkste! Pustekuchen, Quatsch mit Soße, geballtes Unwissen, grober Unfug. Gut, Kanada streckt sich so weit in den Norden, bis es nur noch südwärts weitergeht, also fast bis zum Pol. Aaaaaber, der bewohnte Teil der Nation liegt im Süden.DSC_7461

Rasch am Globus gedreht: Toronto liegt auf einer Höhe mit – trara – Florenz. 43 Grad 4x Minuten. Mit diesem Wissen ausgestattet kann man diese Frage leicht beantworten: Warum ist der Sommer in Ontario mollig warm bis brütend heiß? Eben. Weiterlesen

Die Schöne und der See

Toronto ist lebendig, geschäftig, bunt. Kurz: Wunderbar. Multikulti in Reinkultur. In der Subway von der Yonge Street ins Bloordale Village kann ich nicht widerstehen, Paare zu belauschen, die sich auf Portugiesisch unterhalten. Im kleinen Grocerystore auf der Ecke gibt es „Pao“ und „Leite“. Im Supermarkt liegt Torontos brasilianische Zeitung aus.IMG_8429Klein Portugal, klein Brasilien? Freilich, doch in den Fenstern vieler Häuser kleben kanadische Flaggen, daneben das rot-grüne und grün-gelbe Tuch Portugals und Brasiliens. In unserem Viertel wohnen zudem zahlreiche Inder. Frauen tragen Saris, einige Männer die Turbane der Sikhs. Die Menschen sind stolz auf ihre Wurzeln in aller Welt. Zugleich sind sie stolz, Kanadier zu sein. Weiterlesen

Fluss oder Fjord? Rätsel am Sankt-Lorenz-Strom

40 km bin ich in meinem gesamten Leben noch nicht geschwommen. In jedem Jahr knapp 1.000 Meter? Niemals. Von einer Flussüberquerung sollte ich hier folglich Abstand nehmen.DSC_580940 km ist der Sankt-Lorenz-Strom im verschlafenen Nest Baie-des-Sables breit. Das gegenüberliegende Ufer ist nur bei bester Sicht auszumachen. Weiterlesen

Das Duell: Toronto oder Venice? Kanada oder Kalifornien?

Der Sand! Der macht den Unterschied. In Venice wird er von Salzwasser angelandet, in Toronto von Süßwasser. Überhaupt, der Salzgehalt der Luft. Riecht ganz anders. Die Muscheln, kein Vergleich. Die Amerikaner am Strand: besser gebaut, bräuner, surfbebretterter.DSC_5087

Das Geld: Dollar hier wie da, hier aber mit Queen. Die Sonnenuntergänge: Dort schon um Acht passé, hier erst nach Neun….

Lassen wir das endlich. Venice und der Anhang namens Los Angeles ist klasse, wovon ich mich einige Tage überzeugen durfte, und Toronto ist zauberhaft, was ich seit Wochen erlebe. (Diashow auf der nächsten Seite.) Weiterlesen

Kanada: Ahornsirup-Ernte ist eingefahren

Der Winter ist vorüber, es herrscht kein Nachtfrost mehr – die Ahornbäume brauchen jetzt Saft und Kraft, um zu knospen. Die Ernte für Ahornsirup ist somit eingefahren.

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Ich habe nicht gezählt, wie oft ich den süßen Saft probiert habe, pur wie er aus dem Baum tropfte. Wie oft ich mit einer Tasse aus der Pfanne geschlotzt habe, in der der Saft zu Sirup einkochte. Und wie oft ich „Oh my god! Is that good“ geseufzt habe, wenn ich abends probieren durfte, wie der Sirup des Tages schmeckt. Weiterlesen